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Klumpenrisiken vermeiden

Bei Immobilieninvestments müssen Anleger nicht alles auf eine Karte setzen. Womit Fondslösungen punkten, sagt Christian Grall, Geschäftsführer der PROJECT Vermittlungs GmbH.

Die vermietete Eigentumswohnung oder der  Immobilienfonds: Sie könnten gegensätzlicher  kaum sein und sind dennoch Klassiker  der Immobilienanlage. Es geht jedoch  auch anders: PROJECT Investment offeriert  alternative Investmentfonds, die mit Anlegergeldern  den Neubau von Wohnobjekten finanzieren.  Diese werden im Exit wiederum an Selbstnutzer veräußert.  Wie und wo, verrät Christian Grall.  

Die Inflation ist hierzulande  zuletzt stark gestiegen. Denken deshalb jetzt  mehr Menschen über eine Investition in Immobilien  nach?

Die Inflationsangst ist ein starker  zusätzlicher Treiber. Menschen, die ihr hart erarbeitetes  Kapital anlegen wollen, suchen nach einem  sicheren Hafen. Und diesen Ruf genießt zu Recht der  Sachwert Immobilie.

Welche Unterschiede gibt es zwischen dem Klassiker,  der vermieteten Eigentumswohnung, und Ihrem  Angebot der Anlage in Wohnimmobilien?  

Ein zentraler Unterschied ist sicher, dass bei  unseren Investmentlösungen eine Einmalzahlung ab  10.000 Euro möglich ist. Wir bieten aber auch eine  Teilzahlungsvariante an, die ab 70 Euro im Monat zu  haben ist. Zudem befinden sich im Durchschnitt zwischen 50 und 60 Immobilienentwicklungen in einem  Fonds. Dadurch wird das Risiko breiter gestreut als  bei einem Mietshaus.

Kleinteilige Beteiligungen an Immobilienfonds sehen  sich teils der Kritik hoher Kosten ausgesetzt.  

Unsere Kosten sind moderat. Dafür stehen  auch unsere Renditen von rund vier bis fünf Prozent  nach Kosten für unsere Privatanleger. Und das in einem  Umfeld, in dem viele Banken und Sparkassen vor  Strafzinsen nicht mehr zurückschrecken, wie unter  anderem eine neue Studie von Verivox zeigt.  

Sie haben ein hauseigenes Immobilienresearch. Auf  welche Märkte fokussieren Sie sich?  

Wir konzentrieren uns ausschließlich auf Metropolregionen:  Berlin, Hamburg, München, Nürnberg,  Frankfurt, Düsseldorf und Köln sind die urbanen Zentren,  die wir im Rahmen unseres Research permanent  analysieren und in denen wir bauen. Dabei kennen  wir alle Bauaktivitäten und -preise in jedem Straßenzug.  Aktuell entwickeln wir rund 130 Immobilien  im  Wert von circa drei Milliarden Euro.  

Gibt es so etwas wie einen Homeoffice-Effekt?  

Eine Mischung aus Homeoffice und Büroarbeit  wird die Immobilienmärkte in Deutschland künftig mit  prägen. Somit sind neue Anforderungen an flächenoptimierte  Wohnungsgrundrisse gefragt, die Freizeit  und Büro bestmöglich miteinander kombinieren. In  den nächsten Jahrzehnten wird sich dabei sehr viel  in den sogenannten Speckgürteln der Großstädte abspielen,  also in den Regionen im Umkreis von rund  100 Kilometern um die Citys.

Christian Grall

Christian Grall

B.A.· Jahrgang 1986

Geschäftsführer PROJECT Vermittlungs GmbH