Begriffe aus der Finanz- und Immobilienwelt

Bitte klicken Sie auf den entsprechenden Anfangsbuchstaben, um schneller zu den einzelnen Begriffen zu kommen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Abschreibung

Nach handelsrechtlichen Vorschriften berechneter Wertverlust eines Vermögensgegenstandes, der als Aufwendung zu einer Minderung des Jahresergebnisses führt (steuerliche Absetzungen für Abnutzung »AfA«, die den Gewinn bzw. den Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten und mithin das zu versteuernde Einkommen mindern).

AfA

Die AfA (Abschreibung für Abnutzung) mindert das zu versteuernde Einkommen ohne Nachweis weiterer Ausgaben ausserhalb der Anschaffungskosten, da sie den Wertverlust eines Wirtschaftsgutes steuerlich berücksichtigen soll.

Agio (Ausgabeaufschlag)

Aufgeld: Geldbetrag, der von einem Kapitalanleger zusätzlich zu der vereinbarten Kapitaleinlage an die Gesellschaft zu zahlen ist.

Alternativer Investmentfonds – AIF

Investmentvermögen, die nicht die spezifische Anforderungen für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) erfüllen.

Auseinandersetzungsguthaben

Für die Beendigung einer Rechtsstellung (z. B. der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft als Gesellschafter) zu zahlender Geldbetrag.

Ausschüttung

Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Ausschüttungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich so genannte Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.

B

BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsausicht (BaFin) vereint die Geschäftsbereiche der ehemaligen Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel und führt diese als Gesamtaufsicht weiter.

Bauherrenerlass

Verwaltungserlass zur steuerlichen Regelung von Bauherrenmodellen und Immobilienfonds.

Blindpool

Zum Zeitpunkt des Beitritts durch den Anleger stehen die einzelnen Zielobjekte noch nicht fest. Dagegen sind die Auswahlkriterien für die möglichen Investitionen im Verkaufsprospekt oft klar definiert.

BMF-Schreiben

Bundeseinheitlicher Verwaltungserlass des Bundesministeriums der Finanzen.

C

Core-Investment

Immobilienvermögen, dessen Ertrag im Wesentlichen aus der Realisierung von laufenden Mieteinnahmen erzielt wird. Core-Investments sind in der Regel vollvermietete Standardimmobilien mit langfristigen Mietverträgen und bonitätsstarken Mietern an zentralen Standorten. Über das Halten und Betreiben von gut vermieteten Immobilien über einen langen Zeitraum werden konstante Einnahmeströme erzielt.

D

Dachfonds

Investiert in andere Fonds anstatt direkt in die Objekte zu investieren.

Deflation

Die wirtschaftliche Situation ist von fallenden Preisen und einer weiterhin nachlassenden Investitionsbereitschaft gekennzeichnet. Das Gegenteil zur Deflation stellt die Inflation dar.

Dienstbarkeit

Belastung eines Grundstücks in der Weise, dass ein anderer das Grundstück in einzelnen Beziehungen benutzen darf, dass auf dem Grundstück gewisse Handlungen nicht vorgenommen werden dürfen oder dass die Ausübung eines Rechts ausgeschlossen ist, das sich aus dem Eigentum des belasteten Grundstücks ergibt (geregelt in §§ 1018 bis 1029 und 1090 bis 1093 BGB).

Direktkommanditist

Kommanditist, der sich direkt und nicht über Treuhänder an der Gesellschaft beteiligt.

Due Diligence

Detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung von möglichen Investitionsobjekten als Grundlage für die Investitionsentscheidung.

E

Early-Stage Financing

Finanzierung der Frühphasenentwicklung eines Unternehmens, beginnend mit der Finanzierung der Konzeption bis zum Start der Produktion und Vermarktung.

Emittent

Anbieter eines Beteiligungsangebotes, zum Beispiel eines geschlossenen Fonds.

Emissionshaus

Anbieter eines Beteiligungsangebotes, zum Beispiel eines geschlossenen Fonds.

Exit

Ausstieg eines Investors aus einer Beteiligung durch Veräußerung seines Anteils;
Exitmöglichkeiten: Buy Back, Trade Sale Secondary Purchase, Going Public.

Expansion Financing

Das Unternehmen hat den Break-even-point erreicht oder erwirtschaftet Gewinne. Die Geldmittel werden zur Finanzierung von zusätzlichen Produktionskapazitäten, für Produktdiversifikation oder zur Marktausweitung und/oder für weiteres „working capital“ verwendet.

F

Fremdkapital

In vielen geschlossenen Fonds wird Fremdkapital eingesetzt, um das Anlagevermögen neben dem Anlagekapital der Anleger mitzufinanzieren. Diese Verbindlichkeiten stehen üblicherweise im Rang vor den Ansprüchen der Fondszeichner.

Fungibilität

Bezeichnung für die Handelbarkeit einer Anlage.

G

Geschlossener Immobilienfonds

Kapitalsammelstelle für Einzahlungen von Kapitalanlegern für eine Investition in regelmäßig feststehender Höhe. Ein geschlossener Immobilienfonds wird regelmäßig in der Rechtsform einer Personengesellschaft (z. B. Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder Kommanditgesellschaft) geführt. Ist das erforderliche Kapital eingezahlt, wird der Fonds geschlossen; der Kreis der Kapitalanleger ist also begrenzt.

H

Haftsumme (auch Hafteinlage)

Der Betrag, mit dem ein Kommanditist im Handelsregister eingetragen ist und der die Haftung dieses Kommanditisten gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt.

Handelsregister

Öffentliches Register, in dem alle Vollkaufleute und Handelsgesellschaften eingetragen sind. Die Einsicht beim Registergericht ist jedem gestattet.

Hurdle Rate

Rechnerische Grundverzinsung für die Investoren, ab deren Überschreiten erst eine mögliche Gewinnbeteiligung für das Management anfällt.

I

Inflation

Der Kaufkraftverlust der Währung aufgrund des Anstiegs des allgemeinen Preisniveaus innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Es werden verschiedene Formen beziehungsweise Intensitäten dargestellt wie die schleichende, die offene und die galoppierende Inflation. Das Gegenteil zur Inflation stellt die Deflation dar.

Investmentvermögen

Nach dem KAGB Oberbegriff für jeden Organismus für gemeinschaftliche Kapitalanlagen.

Investor

Anleger einer Beteiligungsgesellschaft oder Käufer eines Wirtschaftsgutes.

J

Jahresabschluss

Gesetzlich vorgesehene Bilanz (zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellter Abschluss des Verhältnisses des Vermögens und der Schulden) und Gewinn- und Verlustrechnung (Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge eines Geschäftsjahres).

Jährliche Bewertung

Mit Einführung des KAGB wurde für geschlossene AIF eine jährliche Bewertung der Vermögensgegenstände und die Berechnung des Nettoinventarwertes je Anteil sowie deren Offenlegung gegenüber den Anlegern festgelegt. Soweit gesetzliche Vorgaben es erforderlich machen, sind auch kürzere Bewertungs- und Offenlegungsintervalle einzuhalten.

K

Kapitalanlagegesetzbuch – KAGB

Seit Juli 2013 der rechtliche Rahmen für Investmentvermögen. Ersetzt das bis dahin geltende Investmentgesetz (InvG). Das KAGB setzt eine europäische Richtlinie, die die Vorgaben/Regulierungen der Finanzaufsichtsbehörden der europäischen Staaten zu einer einheitlichen Vorgabe/Regulierung formuliert, in deutsches Recht um.

Kapitalverwaltungsgesellschaft

Unternehmen mit satzungsmäßigen Sitz und Hauptverwaltung im Inland, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, Investmentvermögen zu verwalten. Kapitalverwaltungsgesellschaften sind nach dem KAGB lizensierte Unternehmen und werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beaufsichtigt.

Kommanditbeteiligung

Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditgesellschaft. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist regelmäßig für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn und Verlust) und am Vermögen der Kommanditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (wie z. B. das Stimmrecht) von Bedeutung.

Kommanditgesellschaft (KG)

Personenhandelsgesellschaft, bei der bei einem oder mehreren Gesellschaftern die Haftung gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft auf den Betrag einer bestimmten Vermögenseinlage beschränkt ist (Kommanditisten), während bei dem oder den anderen Gesellschafter(n) eine Beschränkung der Haftung nicht stattfindet (persönlich haftende Gesellschafter); Vorschriften über die Kommanditgesellschaft enthalten §§ 161 bis 177a HGB.

Kommanditist

Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, bei dem die Haftung gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft auf den Betrag einer bestimmten Vermögenseinlage (Haftsumme) beschränkt ist.

Kommanditkapital

Gesellschaftskapital einer Kommanditgesellschaft.

Komplementär

Persönlich oder unbegrenzt haftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, der auch die Unternehmensführung innehat.

Korrelation

Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Anlageklassen. Das Gesamtrisiko des gesamten Portfolios ist umso geringer, je geringer die einzelnen Anlagen (Assets) miteinander korrelieren.

L
M

Mezzanine Finanzierung

Verzinsliche Kapitalüberlassung auf Zeit, die mit bestimmten Zustimmungs- und Informationsrechten verbunden ist. Mezzanine Kapital kann als nachrangiges Darlehen, Genussrecht oder stille Beteiligung an der Gesellschaft vergeben werden und nimmt eine Mittelstellung zwischen Eigenkapital und Fremdkapital ein. Die Nachrangigkeit gegenüber anderen Gläubigern und der Verzicht auf Sicherheiten stellen den wesentlichen Unterschied zur Fremdfinanzierung dar, wodurch hier höhere Zinssätze üblich sind.

O

Offene Immobilienfonds

Fonds, die vorrangig in Gewerbeimmobilien investieren und deren Anteile vom Grundsatz her - inzwischen aber mit Einschränkungen - jederzeit gekauft oder zurückgegeben werden können.

Opportunity Fonds

Opportunity Fonds sind Immobilienfonds, die über die Fähigkeiten, Verbindungen und Infrastrukturen verfügen, ein breites Spektrum an Möglichkeiten wahrzunehmen, um überdurchschnittlich hohe risikoadjustierte Renditen in einem erweiterten Immobilien-Anlagespektrum zu erwirtschaften.

P

Persönlich haftender Gesellschafter

Siehe Komplementär.

Portfolio

Bündel an verschiedenen Investitionen ( auch Portefeuille geschrieben).

Private Equity

Allgemeiner Begriff für das von privaten und institutionellen Anlegern beschaffte Beteiligungskapital an nicht börslich (öffentlich) gehandelten Unternehmen.

Private Placement

Die Privatplatzierung wird lediglich einem ausgewählten beziehungsweise begrenzten Kreis von institutionellen oder Privatanlegern zur Zeichnung angeboten.

Prospekthaftung

Haftung des Anbieters für falsche oder unvollständige Angaben im Verkaufsprospekt.

Q

Quellensteuer

Steuer, die direkt an der "Quelle" erhoben und an das Finanzamt abgeführt wird - somit bereits an der Stelle, an der die steuerpflichtige Einnahme entsteht.

R

Rating

Standadisierte Risiko-, Ertrags- und Bonitätsbeurteilung von Investitionsangeboten oder Unternehmen.

Real Estate (Real Estate Investment Trust)

Allgemeiner englischer Fachbegriff für Immobilienvermögen: Grundstücke, Immobilien, Liegenschaften

Real Estate Private Equity

Real Estate Private Equity ist eine Finanzierungsart, bei der externe Investoren i. d. R. über Fondslösungen für Investitionen in allen typologischen und geographischen Immobilienmärkten Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Mittel zur Verfügung stellen.

REIT (Real Estate Investment Trust)

Ein REIT ist eine Gesellschaft, die Anlegerkapital sammelt, um Renditeimmobilien (Equity REIT) und/oder Hypothekendarlehen (Mortgage REIT) zu kaufen und zu verwalten. Anteile an REITs werden häufig an großen Börsen wie Aktien gehandelt.

Rendite

Der Gesamterfolg eines angelegten Kapitals, meist als Teil (z. B. in Prozenten) des angelegten Kapitals ausgedrückt.

Real Equity

Real Equity oder auch Reale Werte - siehe Reale Werte

Reale Werte

Prof. Loritz hat den Sicherheitsaspekt bei Kapitalanlagen untersucht und den Begriff »REAL EQUITY – Reale Werte« definiert. Die folgenden 3 Kriterien sind wesentlich:

  1. Anleger haben als Einzelinvestoren, als Miteigentümer oder als Gesellschafter unmittelbar oder mittelbar in rechtlich abgesicherter Weise die Eigentümerposition und behalten sie auch im worst case.
  2. Anleger können im worst case das Krisenszenario selbst mit-/gestalten sowie Art und Zeit und bei beweglichen
  3. Wirtschaftsgütern den Ort der Verwertung des Zielinvestments selbst mit-/bestimmen.

Auch im worst case muss den Anlegern ein bestimmter Teil des eingesetzten Kapitals nach Verwertung des Zielinvestments verbleiben. Man wird diesen mit 75–80% des eingesetzten Kapitals ansetzen müssen, wenngleich dies subjektiv ist.

Risikostreuung

Investitionsverteilung auf verschiedene Objekte, Regionen oder auch Anlagesegmente.

S

Sonderwerbungskosten

Werbungskosten, die nicht im Rahmen der Fondsgesellschaft, sondern beim einzelnen Gesellschafter anfallen.

T

Thesaurierung

Nichtausschüttung der Gewinne während der Anlagelaufzeit. Durch die Wiederanlage der Gewinne können diese weitere Gewinne in der Anlage erwirtschaften.

Totalüberschuss

Überschuss der Einnahmen über die Verluste der Anfangsjahre; kumulierte Betrachtung über den Zeitraum der Vermögensnutzung.

Track Record

Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte eines Unternehmens, einer Beteiligungsgesellschaft oder des Managements.

Treuhandkommanditist

Kommanditist, der treuhänderisch Beteiligungen von Anlegern hält.

U
V

Venture Capital

Beteiligung, die sich an die frühere Phase der Unternehmensentwicklung insbesondere den so genannten Early-Stage Bereich wendet.

Vermögensverwaltende Gesellschaft

Eine Gesellschaft, die lediglich steuerliche Überschusseinkünfte (insbesondere Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen), also nicht sonstige Einkünfte (z. B. Einkünfte aus Gewerbebetrieb) erzielt.

Verwahrstelle

Gemäß dem Kapitalanlagegesetzbuch lizensierte Institution, die Überwachungs- und Kontrollfunktionen im Hinblick auf das Investmentvermögen vornimmt. Wesentliche Aufgaben sind die Eigentumsverifikation, d.h. die Überprüfung, ob das Investmentvermögen Eigentum an den Investitionsgegenständen erworben hat sowie die Überwachung des Zahlungsverkehrs des Investmentvermögens.

Volatilität

Schwankung der Wertentwicklung.

W
X
Y
Z

 

 

 

Loading slideshow …

Wichtige Hinweise:
Die vorliegende Kurzinformation über das Beteiligungsangebot ist unverbindlich und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellt kein Angebot und keine Anlageberatung dar und sollte nicht als Grundlage für eine Anlageentscheidung verwendet werden. Eine Beteiligung an der Vermögensanlage oder am Alternativen Investmentfonds kann alleine auf Basis dieser Kurzinformation nicht erfolgen. Aussagen zu Wertentwicklungen oder Prognosen basieren auf der Vergangenheit und sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft, weshalb hieraus nicht auf zukünftige Erträge geschlossen werden kann. Eine ausführliche Darstellung des Beteiligungsangebotes bzw. Alternativen Investmentfonds einschließlich der damit verbundenen Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem alleine verbindlichen veröffentlichten Verkaufsprospekt, den Ihnen Ihr Finanzberater oder die PROJECT Vermittlungs GmbH gerne kostenlos zuschickt oder aushändigt. Bitte beachten Sie die für die Alternativen Investmentfonds oder Beteiligungsangebote enthaltenen Verkaufsbeschränkungen.
Stand März 2015